Regenwaldschutz durch gezielte Nutzung

So lautet das wichtigste Ziel des 2003 von mehreren staatlichen und privaten Partnern gemeinsam initialisierten Projektes "Bonga Forest". Faire Preise und eine langfristige Abnahmesicherheit verbessern die Lebensgrundlage der  Bauern. Sie wecken ihr Interesse, ihre Einkommensquelle, den Regenwald mit seinen Wildkaffeebeständen, dauerhaft zu schützen.

Dank des Wildkaffee-Projekts sind mittlerweile 120 Quadratkilometer Wald unter "partizipatives Wald-Management" (PFM) gestellt. Somit dürfen die Kaffeebauern weiterhin Kaffeekirschen im Wald pflücken, gleichzeitig verpflichten sie sich aber zu Schutz und Bewahrung des Waldes.

Inzwischen gehören rund 6‘000 Haushalte einer der 27 Kooperativen an, die sich ihrerseits zur Kafa Farmers' Union zusammengeschlossen haben. Die Kooperativen organisieren die Aufbereitung der Bohnen und garantieren ihren Mitgliedern ein geregeltes Einkommen. Dies ermöglicht den Bauern, ihre Kinder zur Schule zu schicken und Güter zu kaufen, die sie nicht selbst produzieren. Somit stellt der Wildkaffee für über 50.000 Menschen die wichtigste Einkommensquelle dar.

Um die nachhaltige Entwicklung der Region langfristig zu sichern, wird nun in der Region Kaffa das erste UNESCO - Biosphärenreservat des Landes geschaffen. Mit der Errichtung von streng geschützten Wald-Kernzonen, Pflegezonen als Übergang sowie Entwicklungszonen mit angepasster Nutzung, lassen sich Naturschutz und wirtschaftliche Entwicklung langfristig miteinander vereinen.

Die Projektpartner

 


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